Ideen & Verein

Der Kunst-Club Oberes Bigge­tal e.V.

Dorf und Kul­tur? Geht das über­haupt? Ja, das geht. Das fand zumin­d­est immer schon das Organ­i­sa­tion­steam der Hei­der Kun­st­tour. Im Jahr 2004 bildete sich das Team aus den Hei­derin­nen Anne Sol­bach, Andrea Scholle­mann, Ilona Weber und Bar­bara Quast, aus dem benach­bartem Dörn­scheid. Das Comitée grün­dete damit den „Kunst-Club Oberes Bigge­tal“. Seit August 2005 nennt man das malerische Fach­w­erk­dorf Heid auch das „sauer­ländis­che Worp­swede“, ein Kün­stler­dorf am Rande des Wen­dener Landes.

Die Idee stammt aus dem Aus­land: Die Nichte einer Organ­isatorin hatte von der andalu­sis­chen Tra­di­tion des „Con­curso de Pin­tura“ geschwärmt; in Spanien han­delte es sich um Dör­fer, die an Son­nta­gen Mal­wet­tbe­werbe ver­anstal­teten — für alle Gen­er­a­tio­nen ohne irgendwelche Maßstäbe und Vor­gaben. Der Kun­st­club „Oberes Bigge­tal“ schaute aber auch den Fran­zosen beim „Fēte des Artistes“ in Gif sur Yvette über die Schul­ter, bei dem –ebenso an einem Son­ntag — die Kün­stler der Stadt ihre Ate­liers für Besucher und Gäste geöffnet haben.
Eine Mis­chung aus bei­dem ergab die Hei­der Kunsttour.

Man hat sich auf die Fahne geschrieben, Kunst nicht zu bew­erten, wie es in der Gesellschaft üblich ist. Das Freiluftate­lier Heid bietet Platz für erfol­gre­iche Kün­stler und unbekan­nte Hob­by­maler, unab­hängig vom Alter. Jeder ist ein­ge­laden zu zeigen, was er von seinen Werken präsen­tieren möchte.
Die Hei­der Kun­st­tour ist kein Markt, vielmehr ist es ein im 2-Jahres-Rhythmus zele­bri­ertes, großes Som­mer­fest für Maler – abstrak­ter wie gegen­ständlicher Kunst, für Fotografen, für Bild­hauer, für Skulp­turen­bauer und Stein­metze. Im Vorder­grund steht nicht der Verkauf, son­dern die Arbeit und das Gespräch, die Unverbindlichkeit und das gemein­same Inter­esse.
Die Dor­fge­mein­schaft Heid bewirtet und umsorgt die Gäste und Besucher, damit dieser Som­mertag eine Bilder­bucherin­nerung bleibt.

Für dieses einzi­gar­tige, ungewöhn­liche Event, was Tausende von Besuch­ern in den Kreis Olpe zieht, erhiel­ten die Organ­isatorin­nen im Jahr 2008 den Kul­tur­preis der Gemeinde Wen­den verliehen.